Gartenteiche mit Bachläufen

ein Traum für jeden Teich

BachlaufGartenteiche mit Bachläufen sind der Traum für jeden Eigentümer eines Teiches, denn Bachläufe vervollständigen das Bild des reizvollen Gartens. Je nachdem welches Teichmodell man bevorzugt, für jedes Modell gibt es auch den passenden Bachlauf. Zuerst sollte man den perfekten Standort für einen Bachlauf wählen, beispielsweise im Halbschatten – so geht an heißen Sommertagen nicht so viel Wasser durch Verdunstung verloren. Der Bachlauf sollte so angelegt sein, dass man ihn gut von der Terrasse aus sehen kann. Es gibt verschiedene Teiche, in denen Bachschalen integriert werden können -wir wollen Ihnen die Unterschiede erklären:

Kunststoffteiche

Kunststoffteiche können mit Bachschalen ausgelegt werden, die aus Kunststoff bestehen. Die Variante kann man schnell und leicht installieren, eignet sich jedoch nur für kurze Strecken. Man ist außerdem in Form und Verlauf festgelegt, auch wenn man die Wahl zwischen unterschiedlichen Schalenformen hat. Selbst wenn die schwarz-grauen Schalen mit hellem Sand bestrahlt sind, haben diese immer ein künstliches Aussehen und dieses kann man nur schwer in ein natürliches Umfeld integrieren.

Folienteiche

Hat man sich für einen Folienteich entschieden, kann man entweder die Bachläufe mit Bachschalen oder Folien auslegen – man hat hier die freie Auswahl. Die Uferseiten des Teiches bieten genügend Platz, um sie dekorativ zu gestalten, beispielsweise durch schöne Steine oder Pflanzen (wie die Wasserschwertlilie). Man sollte darauf achten, dass man Stabilisierungselemente einbaut, sonst kommt der Bachlauf ins Rutschen. Man gibt Kurven und Gefällstufen vor, während die gerade verlaufenden Bachstrecken mit Teichfolie ausgekleidet werden. Damit kein Wasser verloren geht und in den Untergrund versickert, sollten die Übergänge zwischen Schalen und Folienstücken wasserdicht miteinander verbunden werden. Um die Folienstrecken vor Steinen im Untergrund oder Durchwurzelung von Bäumen zu schützen, unterfüttert man die Folie mit Teichflies. Die Schlauchleitung, die von der Teichpumpe am Teichgrund hinauf zum Quellstein und Bacheinlauf führt, kann in Hohlprofilen der Bachlaufschalen verlegt werden.

Pumpe am Bachlauf

Um Wasser vom Teich hinauf in den Bacheinlauf zu pumpen, braucht man eine Pumpe, am besten wäre ein Unterwasserpumpe, die in der Teichmitte auf einem Stein etwas erhöht über dem Teichgrund angebracht wird und keinen Bodenschlamm ansaugt und verstopft. Das Teichwasser wird über eine unterirdische Schlauchleitung hinaufgepumpt, wobei das Schlauchende in einem Quellstein versteckt werden kann. Man kann auch eine Pumpe nutzen, die nach einem Teichfilter installiert ist, statt das Wasser direkt vom Teich in den Bachlauf zu pumpen, denn dann dient der Bachlauf gleichzeitig als zusätzliche Strecke zur Selbstreinigung. Damit das Wasser bis hinauf zum Anfang des künstlichen Bachlaufs gepumpt werden kann, braucht man eine sehr kräftige Teichpumpe. Häufig wird die Förderleistung überschätzt, denn eine angegebene maximale Fördermenge bezieht sich immer auf das Teichniveau, also ein Förderhöhe von 9m, die bei zunehmender Förderhöhe recht drastisch sinkt. Will man sicher gehen, dass das geförderte Wasser auch wirklich oben ankommt, sollte man den Höhenunterschied zwischen Teichniveau und Quellaustritt nicht zu groß wählen. Das Bachbett darf nicht zu breit angelegt werden, da die Fließgeschwindigkeit nicht allein durch die Wassermenge pro Sekunde bestimmt wird, sondern durch den Querschnitt des Bachprofils. Als Faustregel gilt, dass die erreichbare Förderleistung von 1,5l/min multipliziert mit der Bachbreite, also bei etwa 40l/min liegen muss.

Die Beschaffenheit des Bachbettes

Man baut in den Bachlauf einige Stauwehre ein, hinter denen sich das Wasser staut, wenn kein Wasser aus dem Teich gefördert wird. So muss die Pumpe nicht Tag und Nacht laufen und kann stundenweise abgeschaltet werden, ansonsten würde der Bachlauf trockenfallen und die eingesetzten Wasserpflanzen sehr schnell verdorren und kleinere Wassertiere verenden. Um diese Geländestufen zu stabilisieren, wird an den Staustellen unter Folie ein Flexirohr quer zur Laufrichtung verlegt, auf das ein kleiner Erdwall gehäuft wird und darüber kommt die Folie . Diese Stufe wird mit Steinen oder einer flachen Steinplatte beschwert, über die das Wasser in das unterhalb liegende Bachbrett strömt. Beide Bachufer sollten auf gleichem Niveau liegen, bei der Anlage des Bauchlaufs muss immer wieder mit quer über dem Erdaushub liegender Holzlatte und Wasserwaage nachgemessen werden. Ist das Ufer niedriger als das andere, dann sucht sich das Wasser einen anderen Weg und fließt seitlich Umwege, statt im Bachbett hinab zu fließen. Man darf auch die Kapillarwirkung des angrenzenden Erdreichs und der Uferpflanzen nicht unterschätzen, daher empfiehlt es sich eine Kapillarsperre einzubauen, indem die Folie über den Uferrand einige cm in die Höhe gezogen und anschließend umgeschlagen wird.

Den Bachlauf der naturanpassend gestalten

Bei der Modellierung des Bachlaufs wird häufig übertrieben, denn ein solch kleiner Bach mit geringer Strömung entspricht eher einem träge dahin fließenden kleinen Wiesengraben und nicht einem in zahllosen Schleifen mäandrierenden Tieflandfluss oder einem reißenden Wildbach im Gebirge. Man sollte es bei zwei bis drei sanften Biegungen belassen, doch häufig sieht man massive Steinwälle oder Kies- und Schotterbänke an den Ufern des Bachlaufs. Solch ein mächtiges Geschiebe führt aber tatsächlich nur ein mächtiger Bergbach bei Hochwasser talwärts, um es dann weiter unten im Flussbett abzulagern, wenn die Fließgeschwindigkeit und Schleppkraft nachlässt. An einem kleinen künstlichen Bachlauf mit mäßiger Wasserführung wirkt das dagegen völlig fehl am Platze.

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