So haben sich Hunde besser im Griff
Nov
Hunde müssen genauso wie Menschen die Impulse steuern oder besser gesagt im Griff haben. Doch damit Hunde dies auch lernen, müssen sie richtig erzogen werden.
Was ist überhaupt Impulskontrolle? Der Begriff kommt ursprünglich aus der Humanpsychologie und bedeutet, dass die inneren Handlungsantriebe gehemmt werden müssen, egal ob jetzt von Hunden oder von Menschen. Hunde handeln oft unbewusst und impulsiv, ohne zu wissen, was sie da eigentlich tun oder es tun zu wollen. Beispiel: Der Hund hat sich ein Spielzeug einfach so geschnappt, obwohl er es doch eigentlich liegen lassen sollte.
In dem Fall konnte der Hund einfach nicht anders, er musste das Spielzeug haben. Dabei spielen noch weitere Faktoren eine Rolle wie Antriebssteigerung, Wohlfühlgefühl und Erregung. Diese drei Faktoren sind ausschlaggebend, wie sich der Hund dann später verhält. Das Serotonerge System ist zuständig für das Gehirn und versucht, dass das Gehirn das Gleichgewicht behält. Serotonin sorgt auch dafür, dass der Hund wieder zur Ruhe kommt und die Aufgaben die er machen soll, auch bewältigen kann.
Warum ist Impulskontrolle für den Hund überhaupt so wichtig? Ganz einfach- weil er sich in der Gesellschaft durch unkontrolliertes Verhalten das Leben nur unnötig schwer macht und gerade in der Gesellschaft ist es wichtig, dass man sich dementsprechend anpasst. Nur wenn der Hund die Impulskontrolle hat, dann ist er sich über seine Aktionen bewusst und kann sie auch steuern. Nur bei den alltäglichen Reizen die das Leben so bietet, ist das nicht immer einfach.
Damit der Hund die Impulskontrolle behält, müssen Sie mit ihm bestimmte Übungen trainieren. Diese Übungen laufen darauf hinaus, dass der Hund lernt, die äußeren Reize besser in den Griff zu bekommen. Verwenden Sie für die Übungen eine Reizleine – an dieser befestigen Sie einen Dummy (irgendein Spielzeug). Versucht sich der Hund zu bewegen, so geben Sie ihm den Befehl “Bleib“, den er nach der Grunderziehung einfach beherrschen sollte.
Sehr wichtig ist, dass der Hund sich an die Regeln, die Sie im vorgeben auch hält und nicht darauf vertraut, dass Sie den ersten Schritt machen. Bleiben Sie auf jeden Fall konsequent und ziehen die Tür ein wenig weiter zu, wenn sich die Hundenase nach vorne bewegt. Bleibt der Hund stehen, kann man die Türe ruhig ein wenig weiter öffnen. Das Training sollte man solange durchführen, bis der Hund begriffen hat, dass er auch mal warten soll und nicht er immer als erster dran ist, sondern auch andere Personen.
Hat der Hund deutlich Schwierigkeiten ihren Befehlen Folge zu leisten, üben Sie die Übungen bezüglich Impulskontrolle so lange, bis der Hund diese auch begriffen hat. Nur denken Sie daran – überanstrengen Sie ihren Hund nicht, denn die Erziehungsmethoden müssen dem Hund auch Spaß machen und nicht stressen.