Haarausfall bei Kaninchen

Starker Haarausfall bei Kaninchen kann ganz natürlich sein. Selbst wenn sich das Fell büschelweise löst, kann es sich in einigen Fällen um normalen Fellwechsel handeln. Findet man im Käfig oder Stall mehrere Fellfetzen an einer Stelle, muss das nicht heißen, dass Haarausfall dem Kaninchen zugestoßen ist. Häsinnen reißen sich in der Trächtigkeit und auch in einer Scheinträchtigkeit das Fell aus und polstern damit das Nest für ihre Jungen.

Stellt man kahle Stellen bei dem Kaninchen fest, sollte man das Haustier genau beobachten. Häufig lecken sich Tiere aus Langeweile, Einsamkeit oder Frust stellenweise haarlos. Zeigen sich kahle Stellen im Fellkleid der Haustiere ist die Haut schuppig, gerötet oder blutig, leckt und kratzt sich das Kaninchen anhaltend, kann eine Vielzahl von Parasiten der Auslöser sein. Aber auch Mangelernährung, Allergien oder Krankheiten können Haarausfall oder einen Juckreiz auslösen, der Kaninchen dazu veranlasst, sich kahl und selbst blutig zu kratzen.

Ursachen finden und behandeln

1) Man sollte das Kaninchen regelmäßig untersuchen, was keine unangenehme Prozedur sein muss. Verbunden mit Streicheleinheiten und besonderen Leckereien kann es sogar eine sehr entspannte Erfahrung werden.

2) Man sollte gezielt nach Auffälligkeiten suchen: Lichte oder kahle Stellen, Rötungen, erhabene Hautpartien, Schuppen, Krümel, Schorf und jede andere Irritation sollte genauestens erfasst und beobachtet werden.

3) Man sollte weitere Symptome beobachten: Zeigt das Kaninchen Juckreiz, beißt und kratzt es sich häufig, können als Auslöser Milben Läuse, Flöhe, Würmer, Allergien, Krankheiten schuld sein. Scheint das Fell ohne Juckreiz auszugehen oder abzubrechen, sind Stress und falsche Ernährung ebenfalls wahrscheinliche Ursachen. Futter, das den Nährstoffbedarf nicht abdeckt, eine Kaninchengruppe, die nicht harmonisch miteinander lebt sind unzählige Möglichkeiten für einen Haarausfall.

4) Handelt es sich nicht um akute, schwerwiegende Zustände, sollte man zunächst versuchen Ernährung und Haltung ausgewogener zu gestalten. Vitaminreiches, qualitativ hochwertiges Futter, staubfreies Einstreu, frisches Heu und Stroh sowie Grünfutter sollten auf dem Plan stehen, ebenso wie regelmäßige Reinigung des Käfigs und ausreichend Freilauf. Diese Verbesserungen bewirken eine Stärkung der Abwehrkräfte und können den Haarausfall beim Kaninchen verschwinden lassen.

5) Bleibt der Haarausfall weiterhin bestehen oder handelt es sich um einen schweren Zustand, sollte man umgehend einen Tierarzt aufsuchen. Je genauer man die Symptome beschreiben kann, desto besser kann auch das Kaninchen behandelt werden.

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