Parasiten bei Bartagamen

Ektoparasiten

bartagamen

Bartagame sowie andere Echsen und auch Schlangen werden oftmals von kleinen, dunkelbraunen Tierchen, die sich sehr schnell bewegen können befallen. Diese Parasiten haben ungefähr die Größe einen Stecknadelkopfes und halten sich in vielen Fällen in der Nähe der Augen der befallenen Tiere auf.

Vor dem Kauf der Tiere sollte man untersuchen, ob die Bartagamen Parasiten in sich tragen. Ein kleiner Befall von Parasiten ist nicht so schlimm, wird er jedoch größer so löst dieser Krankheiten aus und man sollte umgehend einen Tierarzt aufsuchen. Von Natur aus verbergen Bartagamen gerne Krankheiten, da sie ihre Schwäche verbergen wollen. Es gibt selten reptilienkundige Tierärzte: Eine Kotprobe kann auch ein normaler Tierarzt machen, aber wenn es dann um die Aufspürung von Parasiten geht, stößt jeder normale Tierarzt an seine Grenzen. Daher sollte man sich genau informieren, wo es Tierärzte gibt, die sich auf Reptilien spezialisiert haben.

Die hartnäckigsten Parasiten

Die häufigsten Bewohner sind Saugwürmer, Bandwürmer, Fadenwürmer, Einzellige Konzilien, Oxyuren, Flagellaten, Cellisten und Amöben. Bei den Parasiten handelt es sich meistens um Milben, die zu den so genannten Ektoparasiten gehören. Wenige Milben stellen zum Glück in der Regel kein Problem für Bartagame da, aber in größeren Populationen können die Parasiten durchaus Schaden an den Echsen verursachen. Diese Milben gehören zu der Gruppe der Blutsauger, weshalb diese Ektoparasiten Anämien bei den Echsen und Schlangen verursachen können, sofern sie den Wirt in großer Zahl befallen.

Innenparasiten, auch Endoparasiten genannt sind die häufigsten Erkrankungen bei Bartagamen. Manchmal findet man in dem Kot Parasiteneier, Coccidien sind die hartnäckigsten Parasiten und die Behandlung ist oftmals sehr langwierig und schwierig, da diese Parasiten winzig klein sind und einzelne Zellen im Magen-Darm-Trakt befallen können. Im geringen Maß sind die Parasiten ungefährlich, treten sie jedoch in größerem Umfang auf, so kann es zu lebensbedrohlichen Umständen kommen, unter anderem zu Dauer-Durchfällen. Die Parasiten werden ständig mit dem Kot ausgeschieden und von den Bartagamen auch wieder neu aufgenommen, wenn sie mit dem Kot in Berührung kommen. Die Anzahl der Protozoon im Körper steigt an und diesmal werden mehr Coccidien Eier ausgeschieden, wobei die Anzahl der Coccidien im Körper rasant ansteigen kann bis es zu einer Superinfektion kommt. Im Handel gibt es leider auch kein Desinfektionsmittel, was den im Terrarium verbliebenen Oocysten den Garaus machen kann – deshalb ist es sehr schwierig, dass man diese Parasiten vollständig los wird, damit die Tiere sich nicht erneut anstecken können.

Weniger problematische Parasiten sind Oxyuren, da hier keine krankheitsbedingten Symptome auftreten, diese aber dennoch behandelt werden sollten. Im Kot von Bartagamen werden seltener Flagellaten, Ciliaten und Amöben nachgewiesen.

Symptome beim Parasitenbefall

Es gibt keine eindeutigen Anzeichen für einen Parasitenbefall, doch oftmals ist es so, dass die Bartagamen sehr träge erscheinen, was die Halter oftmals als Faulheit deuten. Häufig kneifen die Tiere auch ein Auge zu, verlieren Gewicht, obwohl sie eigentlich ständig Nahrung aufnehmen. Des Weiteren kann ein weiterer Beweis die Beschaffenheit und der ekelhafte Geruch des Kotes sein, wobei sich in diesem auch Nahrungsbestandteile wiederfinden. Die Konsistenz ist häufig weich bis flüssig und man kann sogar Würmer im Kot erkennen.

Welche Vorbeugungsmaßnahmen kann man gegen Parasiten treffen?

Jeder Bartagamenhalter sollte halbjährlich eine Kotuntersuchung auf Parasiten vornehmen lassen und nicht erst, wenn man Veränderungen im Verhalten der Tiere bemerkt. Neu erworbene Tiere sollten zunächst in einem Quarantäne Terrarium gehalten werden, das ruhig kleiner als das normale ausfallen kann, zum Beispiel 100x50x50 oder 120x60x60. Der Bodengrund besteht nur aus Zeitungs- oder Küchenpapier, wobei die Einrichtung spärlich sein und das Terrarium häufiger gereinigt werden sollte, um eine Neuinfizierung im Fall einer Erkrankung zu vermeiden. Eine Kotprobe zur Untersuchung sollte zu Anfang der Quarantänezeit beim Tierarzt eingereicht werden. Ist alles in Ordnung, so können die Tiere nach der Quarantänezeit wieder in das gewöhnliche Terrarium einziehen. Vor allem wenn man neue Tiere in das Terrarium übersiedeln lässt braucht man ein Quarantäne Terrarium, um den anderen Tierbestand nicht zu gefährden.

Behandlung bei Parasitenbefall

Bartagamen die an Parasiten erkrankt sind bekommen vom Arzt Medikamente verschrieben, die meistens mehrere Tage hintereinander oder in wiederholt bestimmten Abstand oral verabreicht werden müssen. Wie oben schon erwähnt sollten infizierte Bartagamen in ein Quarantäne-Terrarium umgesiedelt werden, nach der Behandlung sollte man 4-6 Wochen bis zur nächsten Kotuntersuchung warten und erst bei negativem Ergebnis die Bartagamen wieder in das gewöhnliche Terrarium setzen. Nach der Behandlung ist häufig kein Befall festzustellen, da dieser durch Medikamente unterdrückt wird, aber nicht endgültig besiegt ist. Während der Quarantänezeit sollte das alte Terrarium gereinigt werden, allerdings sollte man auf Chemikalien jeglicher Art verzichten. Ein Dampfdruckgerät eignet sich hervorragend und alle Einrichtungsgegenstände sollten nach Möglichkeit durch extreme Hitze (200 Grad Celsius) in einem Backofen oder extreme Kälte in einer Kühltruhe desinfiziert werden. Den Sand tauscht man entweder aus oder erhitzt ihn im Backofen, damit werden alle Keime abgetötet.

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