Grauer Star beim Hund

07
Aug

Ursache und Behandlung vom Grauen Star bei Hunden

Grauer Star (oftmals auch Katarakt genannt) ist bei Hunden jede unphysiologische weisse Färbung oder Trübung des Linseninhalts oder der Linsenkapsel. Ein Grauer Star entsteht im Allgemeinen durch eine verringerte Sauerstoffaufnahme des Linsengewebes, was eine erhöhte Wasseraufnahme des Linsengewebes zur Folge hat. Dadurch tritt eine Schwellung der Linsenfasern ein und unter Umständen kann auch eine Schrumpfung der Linse erfolgen.

Grauer Star

Ursachen
Grauer Star kann beim Hund durch eine Vielzahl von Ursachen entstehen. Dazu gehören zum Beispiel Traumata, Vergiftungen, Strahlung, Diabetes mellitus sowie genetisch oder altersbedingte Faktoren.

Voruntersuchung des Tieres

Die Voruntersuchung des Hundes soll gewährleisten, dass die sonstigen anatomischen und funktionellen Voraussetzungen für das Auge des Tieres vorhanden sind. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass der Hund nach einer erfolgreichen Operation auf dem Auge auch wirklich wieder sehen kann.

Zur Voruntersuchung des Tieres gehört eine Ultraschalluntersuchung des Auges. Außerdem wird ein Elektroretinogramm (Abkürzung: ERG) durchgeführt, um die Netzhautfunktion zu überprüfen. Sollte ein Grauer Star beim Hund unbehandelt bleiben, so entwickelt sich der Katarakt weiter und es kann zu einer schmerzhaften Entzündung des Auges und zur Bildung eines Glaukoms (auch Grüner Star genannt) kommen.
Im schlimmsten Fall kann sogar die Funktionalität des Auges vollständig verloren gehen.

Behandlungsmoglichkeiten
Grauer Star kann nur chirurgisch behandelt werden. Bei der Operation wird die trübe Linse des Hundes durch einen kleinen Schnitt des Tierarztes zertrümmert. Die einzelnen Teile der Linse können daraufhin abgesaugt werden. Das Implantieren einer Kunstlinse, kann das Sehvermögen des Hunds erheblich verbessern, insbesondere im Nahbereich. Der Einsatz der Kunstlinse stabilisiert die Iris des Auges. Auf diese Weise trägt die neue Linse zu einem geregelten Kammerwasserfluss im Auge bei. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, der kann Sie entsprechend des Krankheitsbildes gezielt beraten.

Leben mit Grauem Star
Nicht jedes Tier ist in der Körperlichen Verfassung um Operiert zu werden. Da die Krankheit in den meisten Fällen jedoch sehr langsam fortschreitet, können sich die Hunde daran gewöhnen und auch gut damit umgehen. Für uns Menschen ist es schwer Vorstellbar aber Hunde verlassen sich eh mehr auf ihre Nase.