Sommer im Freilaufterrarium
Aug
Heiße Sonne und Wärme haben Bartagame in ihrem Heimatland Australien. Gönnen Sie ihren Bartagamen ruhig ein Freilaufterrarium – die Tiere werden es Ihnen danken. Innerhalb kürzester Zeit werden Sie feststellen, wie wohl sich Bartagame in diesem Terrarium fühlen. Sie sind viel aktiver, wacher und zeigen auch mehr Farben.
Doch auch im Sommer gibt es kühle Nächte – in diesen Fällen müssen Sie ihre Bartagame in die Wohnung holen, weil sie sich eine Lungenentzündung oder eine Erkältung hinzuziehen könnten.
Bartagame, die draußen an der frischen und warmen Luft leben, sind weniger zugänglich und lassen sich meist auch nicht gerne anfassen. Haben Sie nur keine Angst – das Zutrauen gewinnen Bartagame in der Wohnung ganz schnell wieder zurück, auch wenn sie draußen auf Distanz gegangen sind.
Die Temperatur in einem Freilaufterrarium übersteigt niemals 35 Grad – das ist für Bartagame viel zu kalt. Stellen Sie also ruhig Steine (Schiefer) auf – diese werden durch die Hitze der Sonne schon aufgewärmt und die Bartagame werden sich mit Wonne auf sie legen.
Bei einem Freilaufterrarium sind natürlich noch weitere Faktoren wichtig – das Terrarium muss nicht nur Sonne, sondern auch Schatten spenden. Das Freilaufterrarium muss so abgedichtet sein, dass die Bartagame nicht ausbrechen können, weder über Wände noch über unterirdische Löcher. Ein Maschendraht im Terrarium ist sehr hilfreich gegen Katzen und Vögel, die zu gerne die Bartagame angreifen würden. Der Heizstrahler ist sehr nützlich, wenn in den Nächten die Temperaturen sinken. Als Untersetzer können Sie Heizmatten verwenden, damit die Bartagame bequem und warm liegen.
Ein Terrarium wie im Innenbereich ist für den Außenbereich lebensgefährlich: Aufgrund der Sonneneinstrahlung kann es bei Glasterrarien zu gefährlichen Hitzestauungen kommen. Die Glasscheiben sorgen zudem dafür, dass die UV-Strahlung gänzlich verloren geht, was für Bartagame schädlich wäre.
Freilaufterrarien können Sie entweder selber bauen oder im Handel kaufen (Kaninchenkäfig aus Kunststoff). Richten Sie das Außendomizil entweder im Garten, Balkon oder auf der Terrasse ein. Achten Sie darauf, dass der Käfig der Bartagame geöffnet ist, da die Bartagame das UV-Licht zum Überleben benötigen. Das Terrarium sollte ausreichend Schatten bieten – es reicht also, wenn Sie ein Brett über 1/3 der Käfigfläche legen. Da die Sonne wandert müssen Sie das Terrarium, besonders wenn dieses klein ist, immer in ihrem Blickwinkel haben und niemals aus den Augen lassen.
Zecken und Milben haben im Freien ein sehr leichtes Spiel – die Haut der Bartagamen sollte also nach jedem Aufenthalt im Freien überprüft werden.