Aquarium/Gehege für Wasserschildkröten

Wasserschildkröten brauchen ein Aquarium, das auf ihren Bedarf zugeschnitten ist. Unerfahrene Halter behandeln ihre Wasserschildkröten leider manchmal falsch und wundern sich dann, wenn sie ihnen unter der Hand wegsterben. In Wirklichkeit werden aber Schildkröten ca. 60 Jahre alt – man muss nur wissen, wie man mit ihnen umgehen muss.

Wassertemperatur

Wasserschildkröten benötigen für ihren Stoffwechsel die richtigen Wassertemperaturen, mindestens 26 – 30 Grad. Die Temperaturen dürfen niemals unter 26 Grad sein, da die Schildkröten davon eine Lungenentzündung bekommen können. Da die Tiere unterschiedlich groß werden, sollte man die richtige Aquariengröße für die jeweilige Schildkröten kaufen. Die Aquarien müssen eine große Schwimmfläche bieten, die Tiere dürfen sich auf keinen Fall eingeengt fühlen.

Ernährung

Die Wasserschildkröten brauchen eine abwechslungsreiche Ernährung und frisches Futter. Man sollte aber darauf achten, dass die Tiere jede Futtersorte nur zweimal Tag verabreicht bekommen. Zu den Futtersorten zählen Schildkrötenpudding, Pellets, Sticks, Frostfutter und getrocknete Futtertiere. Man sollte keine Fische in das Aquarium setzen, da die Wasserschildkröten diese als Nahrung ansehen.

Ausstattung des Geheges

Da die Wasserschildkröten auch an Land gehen, braucht man ein Ufer aus Kies. Kleine Kiessteine helfen diesen leichter an Land zu krabbeln. Da die Wasserschildkröten ganz leicht eine Lungenentzündung bekommen können, sollten die Becken durch eine Abdeckung geschützt werden.

Für Schildkröten bis zu 20 cm Panzerlänge muss das Becken min. 1,20 m x  50 cm, und besser min. 1,50 m x 50 cm groß sein. Glasstreifen können den Tieren als Aufgang vom Wasser zum Landteil dienen und sollten mit Silikon aufgeklebt werden. Der Landteil muss aber so angelegt sein, dass die Wasserschildkröten darunter auch noch atmen können.

Andere Aquarienarten kaufen

Neben dem Glasaquarium kann man auch noch andere Aquarien kaufen wie Plexiglasbecken oder Teichwannen. Der Nachteil ist aber, dass diese jederzeit wieder nachgerüstet werden müssen, da diese auf Dauer zu stark ausbeulen. Das ist bei gewöhnlichen Aquarien nicht der Fall. Schnapp-und Weichschildkröten schwimmen sehr schnell im Aquarium und übersehen dabei die Aquarienwände. Sie verhindern den Aufprall, indem Sie eine schwarze Kunststofffolie an den Aquarienwänden anbringen. Dies ist dringend erforderlich, da die Tiere an einem tödlichen Schädel-Hirntrauma sterben können, wenn sie zu stark mit dem Kopf gegen die Aquariumwände schwimmen.

Technik des Aquariums

Innenfilter haben den Nachteil, dass sie aufgrund der fehlenden Fläche nicht langfristig halten und schneller ausgewechselt werden müssen. Da keine biologische Filterung vorhanden ist, bilden sich schneller Nitratwerte. Man sollte deshalb lieber auf Außenfilter setzen, die langfristig halten.

Sauerstoffsprudelsteine sind unbedingt notwendig, da sich ansonsten schneller Bakterien in den Becken bilden. Außerdem wird das Wasser durch die Steine herrlich aufgewühlt- für Wasserschildkröten ein Paradies.

Die Teichheizung sorgt dafür, dass sich die Wasserschildkröten im Winter wohl fühlen. Der Luft-und Wassertemperaturunterschied darf nicht zu groß sein, da sich die Tiere relativ schnell erkälten.

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