So kann Sie der Welpe auch verstehen

Mit ihrem Hund stehen bei einer erfolgreichen Kommunikation auch Körpersprache und der Einsatz von Befehlen an erster Stelle. Diese Elemente sollten Sie bei der Erziehung immer mit einfliessen lassen. Um Ihnen die Erziehung Ihres Hundes ein wenig zu erleichtern möchten wir Ihnen mitteilen, worauf es ankommt.
Körpersprache und Stimme

Wenn der Welpe zu Ihnen kommen soll und Sie Aktivität von ihm erwarten, dann soll ihre Stimme spannend und motivierend klingen. Sie bewegen sich bis zum Schluß entschlossen und mit Schwung und beim Kommen immer von dem Hund weg. Diese Vorgehensweise animiert den Hund dazu, dass er sich dazu entschliesst, zu Ihnen zu kommen. Möchten Sie in die Situation Ruhe und Entspannung einbringen, sollte Ihre Stimme sowie ihre Bewegungen ruhig und langsam sein. Je nachdem ob sie Ruhe und Aktivität vermitteln wollen, sollten Sie ruhig oder begeistert klingen. Wenn Sie den Hund kritisieren, dann bitte immer in einem knurrigen Tonfall und nicht in einem lauten und hektischen Ton. Ein strenger Gesichtsausdruck ist hier viel wichtiger.

Das Timing

Wenn Sie ihren Hund gelobt oder getadelt haben verknüpft er das immer mit der Aktion, die er vorher ausgeführt hat. Lob und Tadel sollten also niemals zur falschen Zeit erfolgen, sondern immer zur richtigen Zeit.

Richtig loben

Ein Lob können Sie ausdrücken, wenn Sie dem Welpen ein Leckerchen, eine Streichelheit geben, aber auch die freundliche Stimme und Ihre Aufmerksamkeit ist ein Lob für das Tier. Die beste Belohnung für eine gute Tat ist aber das Leckerchen. Ganz gezielt können Sie die Leckerchen geben und schmackhaftes Futter ist für den Welpen immer ein Highlight.

Richtig tadeln

Wenn der Kleine Ihnen in die Hose beißt oder zu grob mit Ihnen spielt wird er mit Stimme und Körpersprache getadelt. Reicht dies nicht aus, reicht ein Schnauzgriff oder bei sehr widerwilligen Welpen ein beherzter Griff in den Nacken. Der Schnauzgriff sollte lang, aber nicht zu fest durchgeführt werden. Nach dieser Aktion sollte der Hund ihre Hand lecken oder weggehen. Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie den Schnauzgriff perfekt ausführen, sollten Sie ihn besser ganz sein lassen.

Manchmal ist ignorieren notwendig

Ignorieren bedeutet, dass man den Hund nicht anschaut und sich nicht in Richtung des Hundes bewegt. Das ist der einzige Weg oder das einzige Mittel, um den Hund zur Vernunft zu bringen. Ansonsten hätten Sie immer einen hochspringendes, randalierendes oder bettelendes Fellknäuel, das ihnen auf der Nase herumtanzt. Eine Auszeit können Sie sich sogar in der Nähe der Hundebox nehmen, eine Form des Ignorierens.

Seien Sie konsequent

Bei der Erziehung ist die Konsequenz das A und O. Regeln, die später für ältere Hunde gelten sollen, sollten für den Welpen recht früh verständlich gemacht werden bzw. verbindlich sein. Das heißt im Klartext: Der Hund bekommt beispielsweise nur die Belohnung, wenn er das getan hat, was Sie auch wollten. Wenn Sie das möchten muss er eine Übung direkt aus seinem Gedächtnis abrufen können. Je konsequenter Sie mit ihm umspringen, umso ernster wird er sie auch nehmen.

Haus- und Familienregeln genauer festlegen

Legen Sie bei Ihrem Familienrat genaue Regeln fest, die für den Hund gelten sollen. Sie müssen sich allerdings darüber einig sein, welche Hör- und Sichtzeichen verwendet werden. Nur wenn Sie mit dem Welpen einheitlich umgehen, wird dass, was sie ihm vermitteln wollen, auch für ihn verständlicher. (Lesen Sie hier mehr über Hausregeln für Hunde)

Nur eine Person übt mit dem Welpen

Nur die Hauptperson sollte mit dem Welpen die ersten Übungen durchführen. Dem Tier fallen die Übungen somit viel leichter, da er sich nur auf eine Person einstellen muss. Wenn der Welpe eine Übung schon sehr gut hinbekommt, so kann diese auch jemand anderes aus der Familie mit ihm durchführen.

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