Hundenasen können Krankheiten frühzeitig erkennen

Die Hunde haben einen enormen Geruchssinn, dass weiss jeder Hundehalter, doch in welchem Ausmaße dieser Spürsinn sein kann, ist schon sehr erstaunlich. Die Hunde verfügen über ganz besondere Antennen und können sogar eine gefährliche Unterzuckerung erkennen und warnen vor Epilepsieanfällen oder können sogar Krebs erschnüffeln.
Epilepsiehunde können Anfälle bei Betroffenen vorhersagen

Die Riechschleimheit des Hundes ist 150 Quadratzentimeter groß, der Mensch besitzt nur 5 Quadratzentimeter. Darauf befinden sich rund 5 Millionen Riechzellen, der Hund hat etwa 200 Millionen. Um Krankheiten riechen zu können, brauchen die Hunde nicht nur einen ausgeprägten Geruchssinn, sondern auch eine gute Wahrnehmung. Der Hund hat den Drang, sich an einen Menschen zu binden, ihn auf seinen Wegen zu begleiten und vor allem zu beschützen, deshalb bemerkt er die kleinsten Veränderungen in der Haltung, die minimalen Bewegungen und nimmt auch jede Stimmungslage eines Menschen wahr. Vor einem Epilepsieanfall können die Hunde bereits zwanzig bis dreißig Minuten die Gefahr erkennen und die Patienten oder die Angehörigen warnen. Im Spezialtraining wird dem Hund beigebracht, wie er sich bemerkbar machen soll, beispielsweise Winseln, Anstupsen oder Bellen. Die Hunde sind sogar in der Lage andere Personen oder Medikamente zu holen oder einen Alarmknopf zu drücken. Epilepsiehunde kommen ganz im Gegensatz zu Blindenführ- oder Gehörlosenhunden bereits als Welpe zu ihren Besitzern und können dann Anfälle vorhersagen. So kann dann genau festgestellt werden, ob der Hund in der Lage ist, Vorhersagen durchzuführen, worauf dieser dann weiter trainiert werden kann, um Hilfsverhalten zu lernen.

Diabetes und Krebs-Hunde

Menschen die an Diabetes erkrankt sind, können innerhalb von 15 Minuten ins Koma fallen, deshalb müssen Betroffene konsequent auf ihren Blutzuckerspiegel achten und auch die Ernährung dementsprechend umstellen. Ist ein Diabetiker stattdessen unterzuckert, so werden in dem Körper unterschiedliche chemische Prozesse stattfinden. Man kann die Diabetes-Hunde mit den Drogen-Spürhunden der Polizei vergleichen, die auf den Geruch von Unter- oder Überzuckerung abgerichtet sind. Sie können mit ihren Nasen einen niedrigen Blutzuckerspegel am Schweiß oder Geruch des Menschen genau erkennen. Es dauert 12 bis 18 Monate lang, bis ein Hund die Patienten bei einer Diabetes-Erkrankung begleiten kann. Die Hunde sind auch in der Lage Krebs zu erkennen, indem sie am Atem oder Stuhl riechen, um zum Beispiel Darmkrebs zu erkennen. Wie sich herausgestellt hat gibt es für den Hund wahrnehmbare, chemische Substanzen, die von den Krebszellen abgegeben werden. Wie frühere Studien ergaben, ist es möglich durch Erschnüffeln Hinweise zu erhalten, ob die Patienten Lungen-, Brust oder Eierstockkrebs haben.

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