Glattrand-Gelenkschildkröte

  • Herkunft: Afrika, Madagaskar
  • Größe: bis 22 cm
  • Lebenserwartung: mehr als 90 Jahre
  • Nahrung: Pflanzen, Kräuter, Romanasalat, Nachtkerzenblüten, Schnecken, kleine Würmer, Heuschrecken und Heimchen
Allgemeines

Die Glattrand-Gelenkschildkröte hält sich in feucht-warmen Steppen und Wäldern mit reichlich Laub auf. Diese Schildkröten-Art entfaltet sich im Gegensatz zu anderen europäischen Schildkröten-Arten in feucht-wärmeren Gebieten.

Die Glattrand-Gelenkschildkröte zählt zu den besonders bedrohten Arten, da die Schildkröten in vielen Ländern auch als Nahrungsmitteln dienen.

Die Schildkröten eignen sich nicht dafür, dass diese einzeln gehalten werden. Kinder sollte man erklären, dass die Glattrand- Gelenkschildkröten niemals zahm werden und auch keine Schmusetiere sind.

Schwimmen können die Schildkröten sehr gut und sind in der Lage in der Natur ganze Bäche zu durchqueren.

Die Schildkröten zeichnen sich durch ihr Scharnier (oder auch Gelenk) am hinteren Teil des Plastrons (Bauchpanzer einer Schildkröte) aus, mit dem die Tiere den hinteren Teil verschließen können. Wird der Panzer geschlossen, so wird auch automatisch der Schwanz und die Gliedmaßen eingezogen. So schützen sich die Tiere vor urplötzlich auftauchenden Feinden.

Es gibt verschiedene Unterarten der Gelenkschildkröten wie die Stutz-Gelenkschildkröten, Lobatse-Gelenkschildkröten, Natal-Gelenkschildkröten und Spekes-Gelenkschildkröten. Über die letzten 3 genannten Unterarten sind aber kaum Informationen bekannt.

Aussehen

Der Rückenpanzer ist graubraun, strohfarben oder auch rötlich braun. Ihren Trivialnamen hat die Schildkröten wegen des Scharniers zwischen dem 7. und 8. Randschildes. Jungtiere sind erst bräunlich gefärbt und werden dann dunkler. Der Panzerrand ist bei den Jungtieren gezackt.

Haltung im Terrarium

Da die Haltung sehr viel Erfahrung und Aufwand erfordert ist eine Haltung besonders für Anfänger nicht sehr einfach. Deswegen raten viele Biologen und Tierforscher auch davon ab, sich diese Art zu halten. Wer sich dennoch für diese Schildkrötenart entscheidet, der sollte daran denken, dass die Tiere angemeldet werden müssen. Die Tiere können im Terrarium und auch im Freien gehalten werden. Bei der Freihaltung in Europa ist eine entsprechende Beheizung wichtig. Im Terrarium sollten Lufttemperaturen zwischen 20 ° C nachts und 30 ° C tagsüber herrschen. Die Luftfeuchtigkeit im Terrarium sollte bei 40 % liegen, als Bodengrund sollte man Terrarienhumus, kleine Kieselsteine und Terrarienrinde verwenden. Eine Wurzel und ein kleiner Schieferstein sollten zum Klettern bereit stehen. Als Unterschlupf eignet sich ein gekürzter Dachfistziegel.

Fortpflanzung

Das Weibchen legt zwischen drei und acht Eier. Die jungen Schildkröten schlüpfen nach 4 Monaten aus den Eiern. Die Neugeschlüpften fressen am Anfang Wurmstücke und Mehlwürmer und nehmen die andere Kost später zu sich.

Überwinterung

Die Schildkröten überwintern nicht.

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