Kaninchenkäfig- winterfest?
Nov
Gesunde Kaninchen, die an die Außenhaltung gewöhnt sind, können auch im Winter draußen gehalten werden. Die Stalleinrichtung und auch der Schlafplatz, Futterplatz muss gut von der Kälte isoliert sein, so dass die Kaninchen nicht erfrieren. Die Kaninchen brauchen in der Stalleinrichtung genügend Auslauf, so dass sie sich auch im Winter gut austoben können.
Sie können natürlich die Kaninchen im Winter nicht nach draußen lassen, wenn sich diese nicht an die kühlen Temperaturen im Frühjahr bereits gewöhnt haben. Voraussetzung für die Außenhaltung im Winter ist ebenso eine Mehrfachhaltung von Kaninchen, Jungtiere oder trächtige Häsinnen sollten besser in der Wohnung statt außen gehalten werden. Wenn die Kaninchen einmal im Winter draußen sind, dann lassen Sie diese auch draußen – denn eine Temperaturveränderung wirkt sich auf die Gesundheit der Kaninchen fatal aus. Das Freigehege sollte mindestens 2 Quadrameter pro Kaninchen groß sein. 10 Quadratmeter wäre ausreichend, damit sich die Kaninchen genügend Bewegung verschaffen können.
Ausstattung der Stallanlage
Die Stallanlage sollte mit Draht, mit Styroporplatten (2 cm dick) und einer Holzplatte ausgestattet sein, so dass Kaninchen vor der Zugluft geschützt sind. Werden diese von oben, den Seiten und unten angebracht, so sind sie ein guter Schutz gegen Witterungsverhältnisse.
Die Vorderseite sollte aber offen sein, so dass die Kaninchen die kalte Winterluft genießen können. Die Stallanlage sollte so stehen, dass schlechte Wetterverhältnisse keine Chance haben- eine überdachte Balkonanlage wäre eine bessere Alternative.
Wie sollte der Boden ausgestattet sein?
Der Boden sollte mit einem Doppelboden ausgestattet sein, denn der normale Winterboden ist viel zu kalt für die Kaninchen, obwohl diese ja bekanntlich ein dickes Fell haben. Der Boden muss mit entsprechendem Heu und Stroh ausgestattet sein, wobei die Strohbeilage dementsprechend dick sein sollte. Der Einstreu muss regelmäßig ausgewechselt werden, da die Kaninchen den Boden öfters mal einnässen. Matschige Böden sind keinesfalls gut für die Kaninchen. Rindenmulch eignet sich hervorragend als Bodenbelag.
Kuschelbett für Kaninchen
Aus Heu und Streu kann man auch ein Bett für die Kaninchen bauen, damit diese es auch in der Nacht schön warm haben. Heu isoliert die Wärme nicht nur, sondern speichert sie auch. Man sollte aber daran denken die Schlafstätte von der Wohnstätte zu trennen.
Trinkwasser und Frischnahrung
Man sollte daran denken, dass Trinkwasser und Frischnahrung bei eiskalten Temperaturen einfrieren. Wärmeisolierende Tränke bleiben trotzdem noch warm und zerspringen nicht wie Plastiktränken.
Bezüglich der Nahrung sollte man daran denken, dass man Möhren und Gurken nur in kleinen Mengen verfüttert, so dass diese nicht länger herumliegen und möglicherweise einfrieren. Getrocknete Leckerlis wie Möhren-Flocken, Obstsalat und Fruchtblätter sind eine guter Alternative. Diese frieren nicht ein und schmecken ihren Nagetieren auch im Winter.
Zusätzlich kann man eine Decke über den Eingang legen, so dass die Kaninchen sich aufwärmen können.