Trauma bei Katzen

Auch Tiere können an Depressionen leiden. Wenn die Symptome von den Haltern nicht rechtzeitig erkannt werden kann dies dazu führen, dass die Katzen unter Verhaltensstörungen und Traumata leiden.

Wenn aus Angststörungen Traumas werden

Wenn die Angststörungen länger als 10 Wochen dauern, spricht man von einer traumatischen Angststörung. Tiere können ganz im Gegensatz zum Menschen überhaupt nicht reflektieren, was gerade in ihrem Kopf vorgeht. Deshalb werden die Symptome auch von den Haltern oftmals nicht erkannt.

Was sind Traumas?

Traumas sind körperliche aber auch seelische Wunden. Zu einem Trauma kann es nach einer Misshandlung, einem Unfall, einer Verbrennung oder eine Vergiftung kommen. Trauma kommen auch nach Operationen, wenn Katzen lange Zeit in Kellern eingesperrt wurden oder längere Zeit ohne Mütter aufgewachsen sind, vor. Im akuten Zustand kommt es zu einer Ausschüttung von Stresshormonen, die dann zahlreiche Körperfunktionen verändern. Traumatisierte Katzen sind nicht mehr ansprechbar, haben vergrößerte Pupillen, der Blick ist in die Ferne gerichtet und die Katzen haben Schmerzen. Katzen, die ein gesundes Selbstbewusstsein haben und ausgeglichen sind, stecken einen Schock leichter weg, wie unausgeglichene und ängstliche Katzen. Traumatisierte Katzen fangen ebenso aus Protest an, auf den Teppich zu pinkeln oder zu scheissen.

Wie erkennt man typische Traumas?

Es sollten bei dem Halter die Alarmglocken läuten, wenn sich die Katze vom Verhalten ändert. Die Katze wird ängstlich, ohne Grund aggressiv, frisst nicht mehr und versteckt sich vor dem Besitzer. Zuerst sollte der Besitzer der Katze erst einmal feststellen, ob diese vielleicht körperliches Gebrechen hat. Wenn kein körperliches Gebrechen vorliegt, dann kann man davon ausgehen, dass die Katze irgendwas bedrückt, was sie Ihrem Besitzer nicht offen legen will. Jetzt sollte die Katze dringend therapiert werden, da es ansonsten zu posttraumatischen Störungen kommen kann. Das Trauma lässt sich nur effektiv behandeln, wenn es noch frisch ist. Es kommt dann zu sogenannten Selbstverstümmelungsaktionen der Katzen: Die Katzen reißen sich ganze Haare aus und lecken sich ganze Hautflächen wund.

Therapiemöglichkeiten

Es gibt unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten. Wird ein Tier beispielsweise nicht gerne angefasst, hilft keine Akupunktur. Hilfreich sind Therapien wie Bachblütentherapie, Homöopathie, Farbtherapie und Tellington Touch. Auch eine Musiktherapie hilft gegen traumatischen Schock.

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