Impfung für Katzen

Eine Impfung ist für Katzen notwendig, um vor Krankheiten besser geschützt zu sein. In diesem Artikel möchte ich Ihnen erläutern, gegen welche Infektionen Sie ihre Katzen impfen müssen und welche Impfungen nur bedingt nötig oder unnötig sind.

Welche Impfungen gibt es?

Die Impfung gegen die Katzenseuche ist dringend notwendig. Die erste Impfung findet statt, wenn die Katze ca. 8-9 Wochen alt ist. Eine Nachimpfung ist nur bei dieser ersten Impfung nach 1 Monat erforderlich. Nach einem Jahr müssen Sie eine weitere Impfung vom Tierarzt durchführen lassen. Nach 3 Jahren sollten Sie ihre Katze noch einmal impfen lassen. Die Impfung schützt die Katze insgesamt 7,5 Jahre. Sprechen Sie mit ihrem Tierarzt, in welchen Abständen eine erneute Impfung erforderlich ist.

Die Impfung gegen Katzenschnupfen ist zwar wichtig,  bietet jedoch keinen 100 % Schutz gegen diese Krankheit. Wenn Sie ihre Katze dagegen impfen lassen, dann in den gleichen Zeitabständen wie bei der Katzenseuche.

Die Impfung gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen muss an der Brustwand, gegen Tollwut am rechten Hinterbein erfolgen. Zwischen den Schultern oder am Hals sollte die Spritze gar nicht mehr angesetzt werden, da ansonsten Geschwülste  bzw. Tumore (an diesen Stellen) nicht mehr operativ entfernt werden können.

Impfstoffe gegen Katzenleukämie bzw. Katzenleukose sollten nur freigängigen Katzen verabreicht werden, die in der Nähe von anderen Katzen leben,  die das Virus bereits in sich tragen. Es dürfen allerdings nur Katzen geimpft werden, die virenfrei sind. Die Impfung sollte nach 2 Jahren wiederholt werden. Die erste Impfung erfolgt nach 9 – 12 Wochen. Diese Impfung sollten Sie bis zum 3. Lebensjahr der Katze wiederholen. Alte Katzen brauchen diese Impfung nicht mehr, da sie resistent (widerstandsfähig) gegen das Virus sind.

Das Coronavirus verursacht Durchfall, angeblich sind 80 % der Katzen damit bereits infiziert. Die Caliciviren und Herpesinfektionen entstehen dadurch, wenn die Katzen gegen Katzenleukämie und Katzenschnupfen geimpft werden. Trotz Impfung besteht die Möglichkeit einer Infektion, da die Impfstoffe die Krankheit nur mildern. Besser wäre es, wenn Sie die Katzen so wenig wie möglich impfen lassen, weil dies den Katzen auch nur bedingt gut tut.

Die Impfung gegen Bauchwassersucht ist laut US-Experten nutzlos, da sie nicht wirklich vor der Krankheit schützt. Eine strenge Hygiene im Bereich der Katzentoilette ist eine wichtige Sicherheitsmaßnahme, um Katzen im Rudel vor gegenseitigen Ansteckungen zu schützen.

Die Tollwutimpfung braucht bei Wohnungskatzen nicht durchgeführt werden, da diese sich in der Wohnung aufhalten und keine Chance haben sich irgendwo anzustecken. Freigängerkatzen sollten nur geimpft werden, wenn Risiken vorhanden sind.  Die Tiere dürfen laut Gesetz getötet bzw. eingeschläfert werden, wenn ein Verdacht auf Tollwut besteht und keine Impfung durchgeführt wurde. So wird die Gefahr eliminiert, dass sich womöglich Menschen mit dieser Krankheit infizieren könnten. Wiederholen Sie die Impfung nach 16 Wochen (sprechen Sie nochmal mit ihrem Tierarzt, in welchen Zeitabständen Sie die Impfung wiederholen müssen). Die jährliche Impfung ist laut Verordnung keine Pflicht mehr. Sie sollten auf ein Präparat bestehen, dass 3 – 4 Jahre wirksam ist.

Risiken bei Impfungen

Das Risiko beim Impfen ist, dass an der Einstichstelle Krebsgeschwüre entstehen könnten. Werden diese operativ entfernt, so besteht zu 80 % die Möglichkeit, dass diese erneut auftauchen und zum Tod der Katze führen. Doch nicht jeder Knoten unter dem Fell, der beim Einstich entsteht, muss zu einem Krebsgeschwür heranwachsen. Meist sind auch ältere Katzen davon betroffen. Katzen können außerdem Schockzustände während der Impfung erleiden, die der Tierarzt mit einem entsprechenden Präparat behandeln muss. Manche Durchfälle und Erbrechen sind blutig oder enden sogar tödlich. Weitere Verhaltensauffälligkeiten wie falsche, unkontrollierte oder nervöse Bewegungen der Katzen können während der Impfung auftreten.  Impfstoffe gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen können auch  Nierenversagen verursachen. Das liegt daran, dass durch die Impfung Antikörper gegen das eigene Nierengewebe der Katze aufgebaut werden.

Welche Impfungen helfen nur bedingt oder gar nicht?

Katzenschnupfen und Leukämieimpfungen sind nur bedingt nützlich. Katzen können sich trotzdem gegenseitig anstecken oder auch krank werden. Vollkommen nutzlose Impfungen sind Chlamydien (Bakterien)  und FIP-Impfungen (Infektionserkrankung), die sich für die Katzen eher nachteilig auswirken.

Nachimpfungen

Wiederholen Sie die Impfungen alle 1- 2 Jahre gegen Panleukopenie (Katzenseuche), 6 – 12 Monate gegen Leukose (Katzenleukämie), gegen Tollwut jährlich. Neben den Impfungen sollten auch Wurmkuren (4 x im Jahr) und Parasitenbereinigungen durchgeführt werden.

Auf das müssen Sie achten:
  • Keine Mischspritzen verabreichen
  • Eine Impfung niemals im Hals- oder Schulterbereich durchführen
  • Keine Impfungen durchführen, die nichts bringen
  • Eine jährliche Impfung wird empfohlen
  • Die Tiere müssen bei der Impfung vollkommen gesund sein und dürfen keine Antikörper, Immunschwächen, Krankheiten in sich tragen. Bedenken Sie, dass die Impfung kein 100 % wirkungsvoller Schutz gegen allgemeine Krankheiten ist. Krankheiten können trotzdem ausbrechen. Katzen unter 16 Wochen können sich schneller mit Viren infizieren, als erwachsene Tiere. Erwachsene Tiere sind resistenter (widerstandsfähiger) gegen Viren.

Lassen Sie sich auf jeden Fall was Impfung angeht von Ihrem Tierarzt beraten.  Auch wenn dieser Artikel detailliert und informativ geschrieben ist, er ersetzt auf keinen Fall den Tierarztbesuch.

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