Wasserrute bei Hunden

Hammelschwanz, limber tail syndrome, cold tail syndrome, dead tail

Die Wasserrute bei Hunden ist eine recht häufige Krankheit im Sommer und tritt meistens auf, wenn der Hund geschwommen ist. Deshalb auch die Bezeichnung Wasserrute. Gemeint ist mit dieser Krankheit eine Schwanzlähmung. ein kranker brauner Hund Die Hunde können sich dabei nicht mehr bewegen, krümmen sich vor Schmerzen. Es ist ein Gefühl, wie wenn ein Nerv eingeklemmt wäre. Es gibt noch mehr Bezeichnungen für die Hundekrankheit, wie beispielsweise Hammelschwanz, limber tail syndrome, cold tail syndrome, dead tail.

Symptome

Der Ansatz der Rute tut sehr weh und wird vom Körper weggestreckt, der Rest hängt schlaff herunter. Die betroffenen Hunde trauen sich nicht mehr Urin und Kot abzusetzen. Je nachdem wie groß der Schmerz ist, reagieren die Hunde mit Aggressivität und sind depressiv. Die Hunde sind nicht mehr in der Lage, sich gerade hinzusetzen, sie nehmen den Welpensitz ein. Die Hunde kippen also seitlich das Becken, um dem Schmerz aus dem Weg zu gehen.

Welche Rassen sind häufig betroffen?

Besonders häufig tritt die Krankheit bei Rassen wie Pointer, Setter, Beagle, Retriever und Foxhounds auf. Generell kann jede Hunderasse von der Krankheit befallen werden. Die Hunde sind zwischen ½ und 9 Jahre alt. Es trifft mehr Rüden als Hündinnen.

In welchem Zusammenhang steht die Krankheit?

Das Auftreten dieser Krankheit steht oft in Zusammenhang mit anstrengenden Jagden, das Baden in kaltem oder auch sehr warmen Wasser und auch der Trainingszustand scheint eine große Rolle zu spielen. Je untrainierter die Hunde sind, desto häufiger können sie auch die Krankheit bekommen. Hunde können die Krankheit auch bei nassem und kalten Wetter bekommen.

Was passiert im Rutenansatz?

Es gibt verschiedene Theorien, was sich in den betroffenen Körperregionen abspielt:

  • die Schwanzwirbelgelenke sind total verstaucht
  • durch die Belastung entsteht zwischen den Wirbeln eine Entzündung, ähnlich einer Überbeanspruchung
  • Die Muskulatur, die sich an der Rute befindet, wird schlecht durchblutet

Wie man herausgefunden hat, wird das Gewebe in der betroffenen Region schlecht gedehnt. Durch die Schwellung wirkt ein gesteigerter Druck auf das Bindegewebe, aber auch auf die Blutgefäße, wodurch diese schlecht durchblutet werden.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Wasserrute ist durch den Tierarzt behandelbar- gehen Sie also sofort zum Tierrarzt. Da die Krankheit jedoch noch recht unbekannt ist, wird sie auch nicht sehr schnell erkannt. Zur Behandlung kann der Tierarzt in der Regel Entzündungshemmer verschreiben, die den Schmerz bekämpfen. Alternativ gibt es auch warme Packungen an der Schwanzbasis und Medikamente, die den Muskeln beim Regenerieren helfen sollen. Bei Nichtbehandlung treten weitere Krankheiten wie Verletzungen an der Schwanzwirbelsäule oder Entzündungen der Analbeutel auf.

Vorbeugungsmaßnahme gegen Wasserrute

Man sollte den Hunden immer viel Bewegung ermöglichen (aber sie natürlich nicht dazu zwingen), denn gut trainierte Hunde bekommen diese Krankheit seltener.

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