Schildkröten auf dem Balkon halten

Die Meinungen bezüglich Schildkröten auf dem Balkon zu halten sind zwiespältig. Einige Halter errichten auf dem Balkon ein Gehege, allerdings sollte auf diesem schon ausreichend Platz vorhanden sein. Ein beheizbares Frühbeet, genügend Strukturierungsmöglichkeiten, Versteckplätze in Form von Pflanzen und Höhlen, dass sich die Tiere austoben und genug Erde, damit sich die Schildkröten eingraben können, sollte auch gegeben sein. Andere Halter sind dafür wegen der begrenzten Bewegungsfreiheiten lieber Schildkröten in einem Garten zu halten. Hier in diesem Artikel möchten wir auch einige Erklärungen abgeben, warum sich die Schildkrötenhaltung auf dem Balkon doch lohnen könnte:

Freilandhaltung besser als auf dem Balkon?

Von Biologen wird eine reine Freilandhaltung empfohlen, die aber bei Anfängern meiner Meinung nach einfach nicht möglich ist. Die Leute machen sich dann Sorgen weil man die Tiere kaum zu Gesicht bekommt und viele Halter sind der Überzeugung dass sie nichts von den Landschildkröten haben. Wenn das Gehege allerdings übersichtlicher bzw. kleiner ist, hat man einfach besser die Kontrolle. Bei einem beheizten Frühbeet (auch auf dem Balkon möglich) erscheinen die Tiere erst ab Anfang April und sind dann stabiler und kräftiger, speichern länger die Wärme im Körper und sind auch wesentlich stabiler. Die Freilandhaltung hat aber den Vorteil, dass den Schildkröten einfach mehr Freiheit ermöglicht wird, bei dem Balkon sind die Landschildkröten vom Bewegungsfreiraum weit mehr eingeschränkt. Schließlich würden Menschen auch nicht gerne in einem Käfig gehalten werden oder gar auf einem Fleck verharren müssen. Die Meinungen sind halt in diesem Punkt sehr zwiespältig.

Für Schlüpflinge ein Balkonkastengehege bauen

Für viele Halter ist immer noch die Balkonhaltung nicht optimal, für Schildkrötenhalter ohne eigenen Garten ist dies jedoch eine Variante, die besser als die reine Terrarienhaltung ist. Am besten ist ein Balkon geeignet, der in süd-östlicher oder südwestlicher Richtung ausgelegt ist. Ein Meerschweinchen- oder Hasenstall mit einer wasserundurchlässigen Schale und einem Gitteraufsatz eignet sich für die Unterbringung sehr gut, da dadurch gewährleistet wird, dass den Schildkröten durch den Marder keine Schäden entstehen. Der Balkon sollte außerdem überdacht sein und Regen sollte sich nicht in einer Schale sammeln können, da die Tiere sonst ertrinken könnten. Im Sommer sollte man darauf achten, dass bei der Balkonhaltung das Gehege so angelegt ist, dass die Sonne nicht zu intensiv auf das Gehege strahlt, damit die Schildkröten keinen Hitzeschock erleiden. Die Tiere sollten deshalb genügend Unterschlupfmöglichkeiten und Schattenplätze haben.

Ein negativer Punkt bei Balkonen ist, dass dort die Zugluftgefahr sehr hoch ist, dadurch können sich die Schlidkröten auch im Sommer erkälten. Aus diesem Grund sollte der Käfig vor Zugluft geschützt werden. Als Bodensubstrat sollte man Rindenmulch verwenden, die Späne dürfen bei noch sehr jungen Landschildkröten nicht zu groß sein, da die Gefahr, dass diese umfallen für die Kleinen zu hoch ist. Der Käfig sollte mit einer flachen Trinkschale und flachen Steinen ausgestattet werden, an denen sich die Tiere die Krallen auf natürliche Weise abwetzen können. Neben dem täglichen Futter sollten auch Sepia oder Kalk in Form von zerriebenen Eierschalen angeboten werden. Das Bodensubstrat sollte immer täglich angefeuchtet werden (darf aber nicht nass sein!), damit dieses nicht austrocknet und eine hohe Luftfeuchtigkeit gewährleistet ist. Zudem sollte immer die Temperatur überprüft werden, wenn das Thermometer Anfang Herbst unter 12 Grad Celsius sinkt, müssen die Schildkröten ins Haus geholt werden. Das ist dann viel zu kalt für die Tiere.

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