Tipps zur Parasitenbekämpfung und Vorbeugung bei Hund und Katze

Damit Hunde und Katzen gesund bleiben und nicht von Parasiten befallen werden, helfen einfache Hygiene- und vorbeugende Maßnahmen. Das schützt Haustier und Mensch, was besonders wichtig ist, wenn im Haushalt auch kleine Kinder leben.

Tipps zur Parasitenbekämpfung und Vorbeugung bei Hund und Katze

Hunde und Katzen haben immer wieder damit zu kämpfen: Parasiten. Sie leben auf oder auch im Tier, können Erkrankungen verursachen und sind übertragbar – manche auch auf den Menschen. Deshalb ist es so wichtig, die Haustiere regelmäßig auf Parasiten zu untersuchen und gegebenenfalls eine entsprechende Behandlung einzuleiten. Im Folgenden soll es um die häufigsten Parasiten bei Hunden und Katzen gehen, und was sich dagegen tun lässt.

Die häufigsten Parasiten – eine Übersicht

Ektoparasiten – Parasiten der Haut

Flöhe, Stechmücken, Zecken und Milben können Hund und Katze das Leben schwermachen. Sie leben auf der Haut, können in Körperöffnungen eindringen, Entzündungen hervorrufen. Außerdem sorgen sie dafür, dass der Vierbeiner sich ständig kratzt und unruhig ist.

Endoparasiten – Parasiten im Körper

Verschiedene Würmer können den Verdauungstrakt und innere Organe des Tieres befallen. Dazu gehören Rundwürmer, wie z. B. Spulwurm, Hakenwurm oder Peitschenwurm. Weiterhin zählen Bandwürmer und Herz- und Lungenwürmer dazu. Einzeller können die Tiere ebenso befallen, wie beispielsweise Giardien oder Kokzidien. Zahlreiche Mittel können bei der Vorbeugung helfen. Dabei gibt es teilweise auch Mittel, die chemiefrei helfen und dennoch zuverlässigen Schutz bieten, wie die Experten von tier-experte.com in der Rubrik Parasiten berichten.

Die Zecke

Eine Zecke kann lange Hungerperioden überleben. Wenn sie jedoch endlich einen Wirt gefunden hat, kann sie ein Vielfaches ihres Körpergewichtes an Blut aufsaugen.

Zecken sind Spinnentiere, die acht Beine und einen Rumpf haben. Weltweit gibt es etwa 800 Arten, von denen knapp 20 in Deutschland zu finden sind. Sie bevorzugen ein warmes aber nicht zu heißes Klima und vermeiden die Trockenheit. Deshalb gibt es Zecken insbesondere im Frühling und im Herbst. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Zecken ab circa acht Grad Celsius aktiv sind. In Deutschland kommt der Holzbock am häufigsten vor. Diese Zeckenart hat sich erst in den letzten Jahren eingebürgert und ausgebreitet, zusammen mit der Auwald- oder Buntzecke. Die Auwaldzecke ist eine aktive Zecke, die ihren Beutetieren nachlaufen kann. Der Holzbock ist eine passive Zecke, die sich auf ihr Opfer fallen lässt. In wärmeren Regionen, wie in Südeuropa, kommt die braune Hundezecke das ganze Jahr über vor. Diese Zecken sind Künstler darin, sich an den verschiedensten Materialien festzuhalten. Wie sie es schaffen Halt zu finden, war Gegenstand einer Studie der Universität Dresden.

   

Zecken können Krankheiten übertragen

Zecken können verschiedene Infektionen übertragen, die für Mensch und Tier gefährlich sein können. Zu den Krankheiten zählen Borreliose, Babesiose (auch Hundemalaria genannt) und FSME. Zecken befallen Katzen genauso häufig wie Hunde, dennoch sind sie weniger von diesen Erkrankungen betroffen. Warum das so ist, konnte die Wissenschaft noch nicht hinlänglich klären.

So lassen sich Zecken bekämpfen

Wer viel in Wald und Flur unterwegs ist oder einen Freigänger hat, sollte sein Haustier regelmäßig nach dem Ausflug ins Freie auf Zecken untersuchen und diese mit einem entsprechenden Instrument, beispielsweise einer Zeckenzange oder -pinzette, entfernen. Manches Zeckenmittel für Katzen wirkt auch gleichzeitig gegen Flöhe. Zeckenmittel gibt es in Form von Halsbändern, als Lotion, als Lösung oder auch im Hundeshampoo.

Der Bandwurm

Von den Bandwürmern gibt es ungefähr 3500 Arten, was sie zur wichtigsten Unterklasse der Plattwürmer macht. Ein ausgewachsener Bandwurm lebt im Darmsystem seines Wirtes und ernährt sich von dem, was der Wirt isst. Mit dem Kopf verankert er sich in der Darmschleimhaut, so kann das Tier ihn nicht so leicht ausscheiden. Sie können mehrere Meter lang werden. Es gibt jedoch auch Unterarten, wie der Fuchsbandwurm, die nur wenige Millimeter lang werden.

Das kann der Bandwurm verursachen

Massiver Bandwurmbefall kann beim Wirt zu schweren Verdauungsstörungen führen. Eine Mangelversorgung ist ebenfalls als Folge des Bandwurmbefalls möglich. Diese zeigt sich dann in verminderter Leistungsfähigkeit, geschwächtem Immunsystem oder Lethargie. Genauso kann sich der Bandwurmbefall mit glanzlosem struppigem Fell bemerkbar machen und zu Verstopfungen bis hin zum Darmverschluss führen. Stellen Sie bei Ihrem Tier solche Symptome fest, sollten Sie umgehend zum Tierarzt gehen.

So lässt sich der Bandwurm bekämpfen

Um Tier und Mensch vor Würmern zu schützen, raten Tierärzte zu einer regelmäßigen Entwurmung. Dabei kann der Tierarzt je nach Risiko entscheiden, welche Art der Entwurmung am besten ist. Das hängt vor allem davon ab, ob die Tiere häufig Kontakt mit anderen Tieren haben, ob sie häufig rohes Fleisch oder Beutetiere fressen, ob sie von Flöhen befallen sind oder ob es kleine Kinder im Haushalt gibt. Was Tierhalter alles tun können, um ihre Haustiere vor Ektoparasiten zu schützen, steht in einer Broschüre der Universität Leipzig, die sich als pdf herunterladen lässt.

Der Floh

Der Floh zählt zu den flügellosen Insekten. Mehr als 2400 Arten sind weltweit bekannt, wovon etwa 70 in Mitteleuropa vorkommen. Am häufigsten ist der Katzenfloh in Deutschland anzutreffen, der auch Hunde und Menschen befallen kann. Der ausgewachsene Floh ernährt sich ausschließlich von Blut. Die Flöhe saugen täglich zwischen 20 und 150 Minuten Blut und können zehn bis 20 Mal so viel Blut aufnehmen, wie ihr Magenvolumen umfasst. Die ausgewachsenen Weibchen sind in der Lage, permanent Eier zu legen.

So zeigt sich der Flohbefall

Flohattacken führen zu allergischen Reaktionen, die der Flohspeichel hervorruft, die sogenannte Floh-Allergie-Dermatitis. Kratzen sich die Tiere an den Einstichstellen, kann das Wundinfektionen hervorrufen. Beim Blutsaugen können die Flöhe andere Parasiten übertragen. Bei mangelnder Vorsorge ist auch der Tierhalter gefährdet, Flohbisse abzubekommen. Der Katzenfloh kann sich auf dem Menschen allerdings nicht vermehren.

So lassen sich Flöhe bekämpfen

Flohschutzmittel sind am besten geeignet, um Flöhe zu bekämpfen. So bekommen die Tiere erst gar keine Flöhe. Sie gibt es in verschiedenen Zusammensetzungen und sind auch zum Einsatz auf Schlafplatz oder Möbeln geeignet, um auch dort die Floheier abzutöten und damit vorzubeugen, dass sich die Flöhe weitervermehren. Was Sie alles tun können, damit der Flohbefall kein Massenproblem wird, steht in einem Artikel der Deutsche Apotheker Zeitung.

Bildnachweis:
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