Warum heulen Hunde?

Oft scheint es, dass Heulen geradezu ansteckend ist- fängt ein Hund an zu jaulen, schließen sich andere Hunde ihm an. Es gibt auch Hunde, die eine Sirene hören und dann anfangen mitzuheulen. Doch woher kommt dieses Verhalten und was bedeutet es?

Hund bellt
Schlagen die Wolfsgene bei Hunden durch?

Bekanntlich stammt der Hund vom Wolf ab, dieser hat sich wunderbar an das Zusammenleben mit Menschen gewöhnt und fühlt sich in menschlicher Gesellschaft wohl. Viele Hunde haben sich jedoch einige Wolfsverhaltensweisen bewahrt, wozu auch die Lautsprache gehört. Die Situationen in denen Hunde heulen ähneln den Kontexten, die Wölfe zum Jaulen bringen. Die Hunde wollen den Zusammenhalt im Rudel stärken, andere Rudelmitglieder vor möglichen Gefahren warnen, oder ihre Artgenossen herbeirufen. Hunderassen wie Alaskan Malamute, Siberian Husky, Dackel, Beagle, American Foxhounds, Basset Hounds sind sangesfreudiger als ihre Artgenossen.

Hunde heulen, um ihr Territorium zu wahren

Wenn ein Hund heult, wenn er aus dem Fenster einen fremden Hund erblickt, dann handelt es sich um Territorialverhalten. Der Hund möchte dem fremden Eindringling sagen, dass er hier nichts verloren hat und dies sein Revier ist.

Gemeinsames Singen stärkt den Zusammenhalt bei Hunden

Wenn man sich mehrere Hunde hält, kann es sein, dass diese gemeinsam ein Hundekonzert veranstalten, um Eindringlinge zu vertreiben. Dieses soziale Heulen dient nicht nur der Abgrenzung des eigenen Reviers, sondern stärkt auch den Zusammenhalt innerhalb des Rudels. Wen man also mit dem Hund zusammenheult gehört man zum Hundeleben dazu. Schließlich fühlen sich Menschen miteinander verbunden, wenn sie mit anderen gemeinsam singen – das ist bei Hunden nicht anders.

Liebeskranke Rüden heulen läufige Hundedamen herbei

Wenn man einen Hund hat, der sich die Seele aus dem Leib heult, dann hat er womöglich eine läufige Hündin erschnuppert und verzehrt sich nun vor Sehnsucht. Mit seinem Gesang erhofft er sich, die Dame seines Herzens zu ihm zu rufen. Er bringt sozusagen mit seinem Geheule seiner Angebeteten ein Ständchen.

Warum Hunde bei Sirenen mitheulen

Es kommt häufig vor, dass Hunde bei Sirenen mitheulen, viele Halter sorgen sich darum, dass das laute Geräusch den Tieren in den Ohren wehtut. Doch das Gegenteil ist hier der Fall, das Geräusch wird von den Hunden nicht als unangenehm empfunden. Die Frequenzen der Töne ähneln dem natürlichen Hundegeheul, dass sich die Hunde zum Mitsingen animiert fühlen. Dieses Phänomen ist auch als Kontaktheulen bekannt. Es gibt auch Hunde die bei klassischer Musik mitheulen, oder bei Trompeten- Geigen und Mundharmonikamusik. Oft nehmen Hunde auch Töne im Ultraschallbereich wahr, die uns Menschen nicht zugänglich sind.

Einsamkeit und Trennungsangst als Grund fürs Hundeheulen

Wenn die Beziehungsperson nicht da ist, kann es sein, dass der Hund versucht sie durch das Heulen zurückzurufen. Kommt man jedesmal zu dem Hund gelaufen, wenn man nach ihm ruft, dann gewöhnt er sich daran. Das Verhalten des Hundes kann sich sogar verstärken, sodass er auch weint, wenn nichts los ist. Im Extremfall kann aber durch falsches Verhalten der Bezugsperson verschlimmert werden. Sollte man den Verdacht haben, dass der Hund krankhafte Furcht vor dem Alleinsein hat, sollte man sich einem guten Tierpsychologen anvertrauen, der helfen kann.

Sind Hunde krank die ständig heulen?

Übermäßiges Heulen kann durchaus ein Krankheitssymptom sein. Es kann, dass der Hund schmerzen hat oder gesundheitliche Probleme. Wenn man sich unsicher ist ob es dem Vierbeiner gut geht, sollte man lieber einen Tierarzt aufsuchen.

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