Wenn Hunde in die Pubertät kommen

Nicht nur Menschen müssen sich mit der Pubertät auseinandersetzen, sondern auch Hunde. Hunde haben aber nicht mit Pickeln zu kämpfen, dafür aber mit hormon gesteuerten Schüben. Genau wie bei den Menschen gibt es bei den Hunden Frühreife oder auch Spätentwickler.

In dieser Zeit passiert es leicht, dass Hunde ihren eigenen Willen haben und den Besitzern nicht mehr so leicht wie vorher gehorchen. Selbst ein strengerer Ton bewirkt bei Hunden eher das Gegenteil – sie ziehen sich beleidigt zurück und verkriechen sich in der hintersten Ecke. Oft wissen Hunde gar nicht wie es um sie bestellt ist und fühlen sich in ihrer Rolle nicht sonderlich wohl.

Wann setzt die Pubertät ein?

Beim Hund setzt die Geschlechtstreife bereits mit sechs Monaten oder erst mit einem Jahr ein. Die Hündin ist läufig und der Rüden hebt beim Pinkeln das Bein, der sich zunehmend für Hündinnen interessiert und in anderen Rüden einen Rivalen sieht.

Chaos im Gehirn

So gehorsam und gelehrig die Hunde in der Welpenzeit auch waren, wenn die Geschlechtsreife eintritt, stellen die meisten Hund die Geduld ihrer Halter auf die Probe. Man kann kann das Hundehirn mit einer Baustelle vergleichen: Es werden neue Nervenzellen gebildet und verschaltet, wobei die bestehenden Hirnstrukturen überprüft werden. Unnötige Zellen werden eliminiert und nicht gebrauchte Nervenverbindungen gekappt. Manchmal weiss dann die rechte Hirnhälfte nicht, was die Linke tut.

Hündinnen und Rüden
Hündinnen vertragen sich mit anderen gleichgeschlechtlichen Hunden nicht mehr so gut und geraten sogar aneinander. Diese Auseinandersetzungen können ein Leben lang bestehen bleiben- damit muss man sich dann abfinden. Rüden dagegen wollen markieren, wie tough (mutig) und wie stark sie sein können und wie toll sie sich verhalten. Dabei treiben sie es bis auf die Spitze, bis dann die Situation eskaliert und sie von anderen Hunden eine verpasst bekommen.

Abnormales Verhalten
Dem Besitzer zeigen Hunde ein abnormales Verhalten- sie wollen beispielsweise auf dem Sofa liegen bleiben und nicht mehr den Befehlen Folge leisten. Beim Gassi gehen könnten die Hunde jede Gelegenheit aus nutzen die Halter zu reizen – sie rempeln Jogger an und jagen ihnen vielleicht sogar hinterher. Selbst ein Zaun ist kein Hindernis mehr, wenn eine läufige Hündin zu sehen ist. Auch das Rufen des Herrchens hat in dieser schwierigen Zeit häufig keine Wirkung mehr- die Hunde gehen ihrem Trieb nach.

Wie soll man sich jetzt am besten verhalten?
Ganz einfach- die Nerven behalten und Ruhe bewahren. Ihr Hund wird merken, wenn Sie nervös sind und sich ungehalten verhalten und nur noch heftiger reagieren. Die Hunde brauchen in dieser schwierigen Phase des Lebens so viele Sozialkontakte wie möglich. Dies fördert auch die Entwicklung und sorgt dafür, dass die Hunde erwachsener reagieren.

Ende der Pubertätsphase
Nach der Pubertätsphase sind Hunde aber noch nicht erwachsen. Es wird davon ausgegangen das Hunde erst mit ca. 24- 36 Monaten erwachsen werden. Bei kastrierten Tieren, gehen manche Experten davon aus, dass sie nie erwachsen werden.

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