Taube Hunde erziehen

Ist der Hund von Geburt an taub oder kann er im Alter immer schlechter hören? Es kann auch sein, dass man einen tauben Hund vom Tierheim aufgenommen hat, den man nun irgendwie erziehen muss. Das Training ist sehr aufwendig, aber es lohnt sich auf jeden Fall: Man wird mit einer guten Hund-Mensch-Beziehung belohnt.

Beziehung stärken

Bei der Erziehung von Hunden gilt, dass der Vierbeiner einem immer vertrauen muss. Das gilt besonders für taube Hunde, denn wenn sich die Hunde nicht für einen interessieren, dann wird es umso schwieriger den Hund auch zu erziehen. Die Schwierigkeit liegt darin, dass man den Hund nicht durch akustische Reize erziehen kann. Bevor man einen tauben Hund erzieht, muss man die Aufmerksamkeit der Hunde haben. Wenn der Hund einen anschaut, dann kann man mit ihm mithilfe der Zeichensprache kommunizieren. Man sollte viel Kuschel- und Spielzeit mit dem Hund verbringen und ihn loben, wenn er gehorcht. Dadurch festigt man die Mensch-Hund-Beziehung und ist eine gute Ausgangsbasis, um mit dem Training zu beginnen.

Tipps für Alltagskommandos

Um einen tauben Hund zu rufen, sollte man den rechten Arm nach vorn strecken und anschließend in einer weit ausholendem Geste zum Körper zurückholen. Es wirkt sich unterstützend aus, wenn man einige Schritte zurückgeht.

Für das Kommando „Sitz“ zeigt man dem Hund den erhobenen rechten Zeigefinger und man übt gleichzeitig Druck auf das Hinterteil des Hundes aus, denn er soll sich ja schließlich hinsetzen. Beherrscht er dieses Kommando, so kann man ihm auch das Kommando „Platz“ beibringen. Man geht in die Knie und führt die rechte flache Hand mit der Handinnenfläche auf den Boden. Mit der linken Hand zieht man vorsichtig an den Vorderbeinen, damit macht man dem Hund klar, dass er sich in eine bestimmte Richtung bewegen soll. Essenziell ist aber, dass man die Aufmerksamkeit auf die rechte Hand legt, diese soll der Hund sehen können. Der Hund soll schließlich die Sprache der Finger mit der entsprechenden Position verknüpfen.

Süßer Hund
Man darf die Belohnung nicht vergessen

Belohnung ist ein wichtiger Bestandteil der Erziehung, auch bei tauben Hunden. Nachdem der Hund eine Übung erfolgreich ausgeführt hat, ist es entscheidend, ihn ausgiebig zu loben und ihm eine Belohnung zukommen zu lassen. Dies kann ein Leckerli oder ein Spielzeug sein, das der Hund besonders mag. Auf diese Weise lernt der Hund, dass sein Verhalten positiv bewertet wird und er wird motiviert sein, in Zukunft weiterhin gut zu gehorchen.

Es ist wichtig, die Belohnung unmittelbar nach der ausgeführten Übung zu geben, damit der Hund die Verbindung zwischen seinem Verhalten und der Belohnung herstellen kann. Dabei sollte die Belohnung angemessen und dem Hund angepasst sein. Einige Hunde bevorzugen Leckerli, während andere lieber mit einem Spielzeug spielen.
Es ist auch ratsam, verschiedene Arten von Belohnungen auszuprobieren, um herauszufinden, was der Hund am meisten schätzt. Auf diese Weise kann man die Motivation des Hundes steigern und die Erziehung effektiver gestalten.

Es ist jedoch wichtig, darauf zu achten, dass die Belohnungen in Maßen gegeben werden und Teil einer ausgewogenen Ernährung des Hundes sind. Übermäßige Leckerli-Zufuhr kann zu Übergewicht und anderen Gesundheitsproblemen führen. Daher ist es ratsam, gesunde und kalorienarme Belohnungen zu wählen, die den Bedürfnissen des Hundes entsprechen.
Die Belohnung ist ein wirkungsvolles Mittel, um das Verhalten eines tauben Hundes zu fördern und ihn zu motivieren, neue Dinge zu lernen. Mit der richtigen Belohnungstechnik kann die Erziehung effizienter und erfolgreicher gestaltet werden.

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