Geschlechtsreife bei Katzen

Katzen verhalten sich unterschiedlich, wenn sie geschlechtsreif sind – das ist so ähnlich wie bei den Menschen in der Pubertät. Weibliche Katzen sind in der Geschlechtsreife rollig, während männliche Katzen anfangen zu markieren. Man kann nicht genau bestimmen, in welcher Woche die Katzen anfangen, Nachwuchs zu zeugen, das kann von Katze zu Katze oder Kater zu Kater unterschiedlich sein. In welchem Alter die Katzen geschlechtsreif werden können Sie in diesem Artikel lesen:

Wann sind weibliche Katzen geschlechtsreif?

In der Regel wird eine weibliche Katze von sechs bis neun Monaten geschlechtsreif. Wann die Geschlechtsreife anfängt, ist von Rasse zu Rasse unterschiedlich. Einige Rassen sind etwas früher dran, wie beispielsweise die Siamkatze und Abessinierkatze, die schon mit 6 Monaten trächtig sind. Siamkatzen sind in seltenen Fällen schon mit 4 Monaten trächtig. Maine-Coon-Katzen und Britisch Kurzhaarkatzen sind Spätzünder und sind mit 12 Monaten rollig. Britisch Kurzhaar können auch schon mit 9 Monaten trächtig werden. Übrigens, Katzen können nicht in die Wechseljahre kommen und können bis ins hohe Alter schwanger werden, was häufig mit einer großen Belastung für die Katzen einhergeht.

Woran erkennt man bei den Katzen die Geschlechtsreife?

Meistens erkennt man die Geschlechtsreife aufgrund der Verhaltensweisen, wenn die Katzen wenig Appetit haben oder auffällig viel schreien oder ihre Duftmarken auf dem Boden verteilen. Typisch ist auch das Kopfflachlegen und Flankenreiben. Das Verhalten der Katze kann sehr intensiv sein, das hängt aber immer von der Katze ab und ihrem Temperament.

Körperliche Veränderungen

Mit dem Eintritt in die Geschlechtsreife, auch als Pubertät bezeichnet, gehen bei Katzen einige körperliche Veränderungen einher, die ein deutliches Zeichen für die Fortpflanzungsfähigkeit sind.

1. Geschlechtsorgane

Bei weiblichen Katzen (Kätzinnen) beginnt die Geschlechtsreife mit der ersten Hitzeperiode, die normalerweise zwischen dem 6. und 10. Lebensmonat einsetzt. Anzeichen dafür sind die Schwellung und Rötung der Vulva sowie vermehrte Reinlichkeitsbekundungen im Genitalbereich. Auch das vermehrte „Rollen“ auf dem Boden kann ein Hinweis auf die beginnende Geschlechtsreife sein.
Männliche Katzen (Kater) zeigen während der Geschlechtsreife Veränderungen im Bereich der Hoden. Diese werden größer und fester, und die Kater können beginnen, sich vermehrt für rollige Kätzinnen zu interessieren.

2. Markieren und Revierverhalten

Unkastrierte Katzen neigen während der Geschlechtsreife vermehrt dazu, ihr Revier zu markieren. Dies geschieht durch das Sprühen von Urin an bestimmten Stellen. Männliche Katzen markieren häufiger als weibliche, da sie ihr Revier abgrenzen und ihre Dominanz zeigen wollen. Auch weibliche Katzen können in dieser Phase mit dem Markieren beginnen.

Verhaltensänderungen

Die Geschlechtsreife bei Katzen geht oft mit auffälligen Verhaltensänderungen einher.

1. Rolligkeit bei weiblichen Katzen

Die Rolligkeit ist das deutlichste Anzeichen für die Geschlechtsreife bei weiblichen Katzen. Sie äußert sich in auffälligem Verhalten wie lautem Miauen, erhöhtem Kuschelbedarf, Unruhe und einem speziellen „Flirtverhalten“ gegenüber Katern. Dieses Verhalten kann mehrere Tage anhalten und wiederholt sich alle paar Wochen, wenn die Katze nicht trächtig wird.

2. Aggressivität und Dominanz

Unkastrierte männliche Katzen neigen in der Geschlechtsreife dazu, aggressiver zu werden und ihr Revier zu verteidigen. Auch gegenüber anderen Katzen im Haushalt oder in der Nachbarschaft können sie dominanter auftreten.

3. Wanderlust bei Katern

Unkastrierte Kater haben während der Geschlechtsreife oft verstärkte Wanderlust. Sie können versuchen, nach draußen zu entkommen, um auf Brautschau zu gehen.

Die Bedeutung der Kastration

Die Geschlechtsreife bei Katzen kann zu verschiedenen Problemen führen, insbesondere wenn keine Zuchtabsichten bestehen. Unkontrollierte Fortpflanzung kann zu ungewolltem Nachwuchs führen, der oft schwer zu vermitteln ist. Zudem kann das Verhalten der Katzen während der Geschlechtsreife für die Halter belastend sein.
Die Kastration ist eine effektive Möglichkeit, diese Probleme zu verhindern. Bei weiblichen Katzen wird dabei die Gebärmutter und die Eierstöcke entfernt (Ovariohysterektomie), bei männlichen Katzen werden die Hoden entfernt. Dies führt dazu, dass die Tiere unfruchtbar werden und das hormonelle Gleichgewicht sich stabilisiert.

Die Geschlechtsreife bei Katzen ist durch eine Reihe von körperlichen und Verhaltensänderungen gekennzeichnet. Diese Anzeichen sind wichtig, um die Fortpflanzungsfähigkeit zu erkennen. Es ist ratsam, rechtzeitig über eine Kastration nachzudenken, um ungewollten Nachwuchs und belastendes Verhalten zu verhindern. Bei Fragen und Unsicherheiten ist es immer ratsam, den Tierarzt um Rat zu fragen.

Ab welchem Alter sind die Katzen geschlechtsreif?

Bei Katern sieht die Geschlechtsreife etwas anders aus, da sie meist im Alter von acht bis zehn Monaten geschlechtsreif werden. Kater können jedoch erst ab dem zehnten Monat erfolgreich decken, viele Kater experimentieren schon vor der eigentlichen Geschlechtsreife mit ihrem Sexualverhalten herum. Zu den Experimenten gehören zum Beispiel das Geschwisterchen angeritten werden. Bereits mit zwei Monaten wachsen auf der Penisspitze 100 bis 200 Papillen, diese sind nach hinten gerichtet und wirken beim Geschlechtsakt wie Widerhaken.

Anzeichen, Merkmale und Verhalten beim Kater

Geschlechtsreife Kater werden nicht rollig, zeigen aber deutlich, dass sie gerne Katzenbabys zeugen möchten. Geschlechtsreife Kater markieren in dem Revier und hinterlassen Duftmarken auch in Ihrem Zuhause. Häufig gehen paarungswillige Kater auf Brautschau durch die Nachbarschaft und lassen sich tagelang bei den Haltern nicht mehr blicken. Die Streifzüge werden fern vom Zuhause unternommen, Hunger und Müdigkeit ist eher unwichtig. Mit anderen Katern kann es dabei zu Revierstreitigkeiten kommen, deshalb sind Blessuren und Verletzungen in der Brunftzeit keine Seltenheit.

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