Die Geschichte der klassischen Reitkunst

Der Mensch begann das Pferd als Zug- und Reitpferd zu nutzen und seitdem war es kein Problem am Tag 60 Kilometer zu erreichen. Neben dem Grenzen zum Nachbarn wurden auch Handel betrieben. Es entstanden kriegerische Konflikte, die meistens mit dem Pferd ausgetragen wurden. Die Überlegenheit von Völkern maß sich nun an deren Geschick, das Pferde für sie nutzbar gemacht wurden. Häufig wurde das Pferd als Reittier in Kriegszeiten eingesetzt. Xenophon machte sich Gedanken, die er rund um die Pferdehaltung und zur Reiterei niederschrieb, diese sind auch heute noch aktuell und die Grundlage der klassischen Reiterei. Xenophon sah das Pferd als Partner, das gut behandelt werden sollte auf das man sich auch im Krieg gut verlassen kann. Xenophon war kein Freund von Gewalt am Pferd, man sollte das Pferd besser belohnen. Viele Grundsätze sind auf die heutige Zeit übertragbar, es wurden sozusagen Reiter und Pferd eins. Der berühmteste Kriegsherr war Dschingis Khan, der im 13. Jahrhundert bis zum Kaspischen Meer vordrang.

Klassisch Barockes Reiten

Das Reiten wurde in alten Zeiten nur von Adeligen oder reichen Herrschaften durchgeführt. Erst als die Kavallerie ausgedient hatte und Kraftfahrzeuge das Pferd als Fortbewegungsmittel abgelöst hatte, entdeckten die Menschen das Reiten für sich als Freizeitsport. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde die Reiterei nur zum Selbstzweck ausgeübt. Damit wurde die Klassische Reitkunst zum Inbegriff der “Freizeitreiterei”. Das Pferd wurde zum Statussymbol und die Anforderungen die an das Tier gestellt wurden, waren ziemlich hoch aber auch an den Menschen. Xenophon forderte den gerechten und selbstbeherrschten Umgang. Antoine de Pluvinel, Stallmeister und Reitlehrer von Ludwig XIII entwickelte die Klassiche Reitlehre Xenophons weiter, der in jener Zeit der Ansicht war, dass das Pferd durch Verständnis für seinen Charakter, Lob und Geduld auch ohne Gewalt zur Mitarbeit gebracht werden könne. Pluvinel ist der Erfinder der Bodenarbeit mit dem Pferd. Francois Robichon de la Gueriniere hinterließ eine Reitlehre, die noch heute ihre Gültigkeit in der Klassischen Schulreiterei hat. Es wurden verschiedene Reitschulen in Europa gegründet, vor allem bekannt ist die Hofreitschule in Wien. Die klassische Reitkunst ist heutzutage beliebter denn je und erlebt eine neue Blütezeit. Bis ein Pferd jedoch die Reitkunst so beherrscht braucht die Ausbildung 6 Jahre. Die Erkenntnisse der alten Reitmeister über die schonende Ausbildung des Pferdes und die Erfahrungen der Kavallerieausbildung seit dem 18 Jahrundert flossen in die Reitvorschrift, die auch Grundlage der modernen FN Richtlinien sind.

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