Alternative Reitweisen

Nicht für alle Pferdefreunde liegt eine traditionelle Reitweise, deshalb sucht man nach anderen Möglichkeiten zu reiten – nach alternativen Reitweisen. Es gibt neben der Westernreiterei auch sehr professionelle Turnierszenen.

Best Western: Altkalifornische Reitweise und Texas Style

Das Westernreiten ist eigentlich aus der Rancharbeit mit großen Rinderherden in Amerika entstanden. Man unterscheidet zwei Richtungen: Die Altkalifornische Reitweise wurde von spanischen Vaqueros entwickelt, die an der kalifornischen Westküste Rinderherden hüteten. Ihre Reitkunst ist eher klassisch-iberisch und wurde von spanischen Einwanderern auf das Festland mitgebracht. Die Reitweise wirkt eleganter und ist aufwendiger als der Texas Style, den Rinderhirten und Siedler pflegten. Der Texas Style ist eigentlich ein Reitstil der dem englischen Stil entspricht.

Cowboyhut und Fransenhemd

Man setzt bei der Westernkleidung auf Reitjeans, Chaps, bequeme Schuhe und Cowboyhut, am besten mit Sicherheitsschale. Die Pferde sind meistens mit dem typischen Westernsattel mit Horn ausgestattet, wobei das Horn beim Cutting dient, der Arbeit am Rind, zum raschen Fixieren des Lassos am Pferd. Die Reiter würden von den Pferden sonst leicht aus dem Sattel gezogen werden, wenn kein Westernsattel auf dem Pferd liegen würde. Fortgeschrittene Westernreiter zäumen auf Kanare, sogenannte Bits die einhändig geritten wird. Weniger routinierte Reiter verwenden Snaffle Bit – man findet auch Bosal bei den Pferden, bei diesen handelt es sich um gebisslose Zäume.

Gangpferde

Islandpferde kamen zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf den Kontinent, allerdings wurden die Pferde auf dem Kontinent wieder vertrieben, da man nach anderen Alternativen suchte. Die Fangemeinde wuchs und man ritt Gangpferde, die vor allem auf dem amerikanischen Kontinent üblich waren. Neben dem Grundgang verfügen die Pferde über Schritt, Trab und Galopp oder über verschiedene Taktvarianten. Zusätzliche Gangarten werden von den Pferden nicht elernt und sind genetisch angelegt. Die meisten Pferde sind Naturtölter mit reichlich ” Gangveranlagung”, einige finden den Tölt erst durch ein ausgedehntes Training. Häufig handelt es sich bei Gangreitern um Pferdereiter die gerne in ihrer Freizeit lange Ausritte und Wanderritte genießen. Es hat sich eine professionelle Turnierszene erschaffen, die sich in besonderen Gangprüfungen stellt. Im Vordergrund steht das Herausreiten der rassetypischen Gänge bei dem sprotlichen Gangpferdereiten. Häufig werden die Prüfungen auf Ovalbahnen geritten.

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